Bild Mikronährstoffe 2014Natürlich ausbalanciert!

Vorbeugen und heilen durch ausgewogene Ernährung sowie Bewegungskonzepte. Was ist gesunde Ernährung? Diese Frage stellen sich viele Menschen. Eine mögliche Antwort liegt in der Gesundheit durch die Zufuhr von Mikro- und Makronährstoffen. Wir sollten uns bei einem Krankheitbild immer der biochemischen Ursache, dem biochemischen Bedürfnis des Menschen zuwenden. Dies muss kein Entweder-Oder bedeuten, sondern es soll ein Sowohl-als auch sein. Medizin wird langfristig nur erfolgreich sein, wenn es gelingt, Synergien zwischen allen Disziplinen auszuschöpfen. Ernährungsmedizinischer Behandlungskonzepte können als hilfreiche angesehen werden und bei dem Einen oder Anderem Beschwerdenbild eine Alternative sein.

Erschöpfung

Erschöpfung

Viele Menschen, besonders Frauen, leiden unter dieser Krankheit. Die Laborwerte sind nor­mal, der Patient fühlt sich trotzdem extrem schlapp und müde. Abgesehen von der Müdigkeit fühlt sich die Mehrzahl der Patienten bedrückt und depressiv, klagt über Herz-Kreislauf- und Magen-Darm-Beschwerden sowie andere Symptome.

Neben schulmedizinischen Therapien werden zunehmend auch Naturheilverfahren eingesetzt. Es liegen zahlreiche Studien vor, die eine Besserung der Beschwerden durch Akupunktur und Gabe von hoch dosierten Vitaminen belegen.

Was kann man tun?

  1. Streß abbauen. Dies ist wichtig, um den Körper zu entspannen und Kraft zu schöpfen. Falls der Patient mit Streß nicht alleine fertig wird, empfehlen wir autogenes Training.
  2. Bewegungstherapie. Zuviel Schonung führt zu Muskelabbau und einer Überbeanspru­chung der verbliebenen Muskelgruppen. Geeignete Sportarten sind Gehen, Laufen, Schwimmen, Fahrrad fahren. Sie müssen nicht in kurzer Zeit zur Höchstform gelangen. Alle übertriebenen, gewaltsamen Versuche führen zu Enttäuschungen und steigern die Ver­spannung.
  3. Schlaf. Früh ins Bett gehen und wenn Sie müde sind. Viel ruhen, damit der Körper sich erholen kann.

Ernährung:

  • Wenig Fleisch (höchstens zweimal die Woche).
  • Viel Fisch (mindestens zweimal die Woche).
  • Viel Gemüse, Obst und Sojagerichte (reich an Antioxidantien).
  • Nur hochwertige Pflanzenöle verwenden (ungesättigte Fettsäuren).
  • 0,5 Liter Milch oder entsprechende Milchprodukte pro Tag (reich an Mineralien).
  • Alkohol meiden, da er die Bildung von Oxidantien fördert.
  • Viel trinken, bevorzugt Mineralwasser und Tee. Insbesondere grüner Tee ist reich an An­tioxidantien.

Viele Patienten mit einer chronischen Müdigkeit leiden unter einer Hypoglykämie (Unterzuckerung). Essen Sie keine Fertiggerichte, keinen Zucker, meiden Sie raffinierte Kohlenhydrate wie z. B. Weißmehl, bevorzugen Sie die komplexen Kohlenhydrate wie Voll­kornprodukte.

Selbst durch eine vielseitige Ernährung wird der Bedarf des Körpers an Vitaminen, Minera­lien und Spurenelementen im allgemeinen nicht gedeckt. Eine 1996 in Deutschland durchge­führte Untersuchung wies nach, daß sich der Gehalt unserer Nahrung an Vitaminen, Minera­lien und Spurenelementen in der Zeit von 1985 bis 1996 drastisch reduziert hat. Der Gehalt an Vitamin C in Äpfeln hat sich um 80 %, der von Calcium in Brokkoli um 68 %, der von Fol­säure um 52 %, der von Magnesium um 35 % reduziert. Die Studie zeigt, daß wir selbst mit sehr guter Ernährung nur noch 80 % des Minimalbedarfs an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen erhalten. Die Anzahl der Studien zur Erklärung der vorbeugenden und hei­lenden Eigenschaften von Vitaminen nimmt fast täglich zu. Der größte Vitaminkiller ist der Streß. Patienten mit chronischer Müdigkeit ernähren sich oft nicht ausreichend mit Vitalstof­fen. Diese sind jedoch für die Patienten wichtig, um den Energiestoffwechsel zu stimulieren.

Vitamin-B-Komplex: Vitamine aus der Gruppe B bestehen aus Coenzymen, die zur Erzeu­gung von Energie erforderlich sind und gegen Depressionen und Angstzustände helfen. Sie sind auch wichtig für die Gesunderhaltung der Nerven, der Haut, des Muskeltonus.

Magnesium spielt eine entscheidende Rolle für die Energiefreisetzung, die Nerven- und Muskelfunktionen. Auch Depressionen und Muskelschwäche werden positiv beeinflußt.

Vitamin C schützt gegen freie Radikale und ist für den Knochen-, Kollagen- und Muskel­stoffwechsel von entscheidender Bedeutung. Es ist an ca. 15.000 Stoffwechselvorgängen be­teiligt.

Einige Studien haben gezeigt, daß durch die zusätzliche Gabe von Coenzym Q10 zahlreiche Patienten eine zunehmende Energie angeben. Q10 ist der Zündstoff, der die Zellen zu opti­maler Funktion anregt. Er ist für die Energiegewinnung in den Mitochondrien mitverantwort­lich.

Wechesljahre

Wechseljahre

Durch die Veränderungen des Hormonhaushaltes in den Wechseljahren sind Frauen besonders häufig von der Abnahme der Knochendichte betroffen. 4/5 aller Frauen haben während der Wechseljahre Symptome, darunter Hitzewallungen, Kopfschmerzen, Erschöpfung, Reizungen der Scheide, Depressionen. Außerdem erhöht die Östrogenknappheit allmählich den (schlechten) LDL-Cholesterinspiegel im Blut und senkt den (guten) HDL-Cholesterinspiegel. Dadurch wird das Risiko, an Gefäßerkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall zu erkran­ken erhöht. Neben der Behandlung mit Östrogenen ist eine Substitution mit Vitaminen und Mineralien sehr empfehlenswert.

Ernährungsempfehlungen:

  • Viel hochwertige Eiweiße (Fisch, Nüsse, Milchprodukte).
  • Viel Gemüse, Obst und Sojagerichte (reich an Antioxidantien).
  • 0,5 Liter Milch oder entsprechende Milchprodukte pro Tag (reich an Mineralien).
  • Meiden Sie möglichst phosphorhaltige Lebensmittel (Colagetränke, industriell verarbei­tete Lebensmittel sowie rotes Fleisch), denn zuviel Phosphor und Proteine in der Ernäh­rung beschleunigen den Mineralverlust in den Knochen.
  • Zufuhr von ungesättigten Fettsäuren, welche den Cholesterinspiegel senken können.

Nährstoffempfehlungen während der Wechseljahre:

  1. Vitamin E kann Hitzewallungen, Erschöpfung, Depressionen und Reizungen in der Scheide deutlich mildern.
  2. Vitamin C mit Bioflavonoiden vermindert Hitzewallungen, Wadenkrämpfe und Erschöpfung, fördert die Fettverbrennung.
  3. Der Vitamin B Komplex hilft der Leber, Hormonschwankungen auszugleichen und mildert die Symptome.
  4. Vitamin D vermindert den Mineralverlust und ist für den Knochenaufbau notwendig.
  5. Calcium und Magnesium vermindern Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, helfen die Knochen zu erhalten und wirken gegen Knochenschwund.
  6. Zink, Chrom, Silizium und Mangan helfen die Knochen zu erhalten und wirken dem Kno­chenabbau entgegen.

In einer zusammenfassenden Analyse der Berkeley-University hat Professor Block 164 medi­zinische Studien über 13 verschiedene Krebsarten ausgewertet. In 129 Studien wurde dabei gezeigt, daß die durchschnittliche Krebsrate um 50 % niedriger ist, wenn täglich hohe Werte an Antioxidantien (Vitamin A, C, E, Betacarotin) zugeführt werden. Die vorbeugende Rolle von antioxidativen Vitaminen ist heute in der wissenschaftlichen Welt unumstritten.

Immunsystem / Abwehrkräfte

Immunsystem / Abwehrkräfte

Infektionen treten auf­, wenn Bakterien, Viren, Parasiten oder Pilze die Immunabwehr des Körpers überwinden. Infektionen können durch Begrenzung des Kontakts mit Erregern ver­mieden werden oder aber auch durch eine Stärkung des Immunsystems. Die ersten Schutz­wälle werden durch die Barrieren der Haut und der Schleimhaut des Atmungsapparates, des Verdauungs- und Harntraktes gebildet. Die Erreger müssen diese Hindernisse überwinden, um in den Körper zu gelangen.

Die Ernährung spielt bei der Aufrechterhaltung der Gesundheit dieser Gewebe eine große Rolle. Eine angemessene Versorgung mit Proteinen, Nährstoffen und Vitaminen dieser Ge­webe, in denen laufend alte Zellen durch neue ersetzt werden, gewährleistet die Gesundheit dieser Schutzwälle.

Die weißen Blutzellen sind die Abwehrzellen des Körpers und produzieren spezielle Boten­stoffe und Substanzen, die dem Organismus helfen, einen Fremdkörper zu vernichten. Die Abwehrzellen des Organismus benötigen für diese Reaktion unter anderem Vitamin C. Aus diesem Grunde nehmen die weißen Blutzellen Vitamin C aktiv aus dem Blutplasma auf. Ihre Konzentration an Vitamin C ist 40- bis 80mal höher als die des Plasmas. Vitamin C verbessert die Beweglichkeit der Abwehrzellen und ihre zielgerichtete Wanderung zum Infektionsherd und fördert die Produktion von Antikörpern und weiteren Eiweißstoffen des körpereigenen Abwehrsystems, z. B. Interferon.

Ernährungsempfehlungen:

  1. Der übermäßige Verzehr von raffinierten Nahrungsmitteln, Fetten und Alkohol, kann das Immunsystem schwächen.
  2. Essen Sie viel Obst, Gemüse, Sojagerichte, Zwiebeln und Knoblauch. Diese sind reich an Antioxidantien und stärken das Immunsystem.

Weitere Empfehlungen:

  •  Schlafmangel schwächt das Immunsystem, während regelmäßige sportliche Betätigung die Immunreaktion unterstützt.
  • Streß, Angst und Depressionen schmälern die Immunreaktion und erhöhen die Infekt­anfälligkeit.
  • Rauchen beeinträchtigt die Funktion der weißen Blutkörperchen sehr stark und erhöht das Infektionsrisiko erheblich.

Wichtige Vitamine und Mineralstoffe zur Stärkung des Immunsystems:

Zink ist wichtig für gesunde Schleimhaut. Es ist an der Zellteilung beteiligt, welche z. B. bei Wunden schneller stattfindet.

Vitamin C ist ein wichtiges Antioxidans, welches freie Radikale bindet und die Funktion der Immunzellen unter­stützt. Es fördert zusätzlich die Kollagenherstellung. Kollagen ist unser Klebstoff, welcher alles zusammenhält.

Vitamin E stärkt die Abwehr gegen Infektionen, hilft Antikörper zu produzieren, schützt vor freien Radikalen.

Der Vitamin B Komplex hält die Immunbarrieren der Haut und der Schleimhäute des Ver­dauungstraktes und der Atemwege gesund.

Vitamin A hält ebenfalls die Immunbarrieren der Haut und der Schleimhäute des Verdau­ungstraktes und der Atemwege gesund.

Empfehlenswert sind natürliche Vitaminmixturen mit Nährstoffen und Bioflavonoiden.

Osteoporose

Osteoporose

 Durch die Veränderungen des Hormonhaushalts in den Wechseljahren sind Frauen noch stär­ker als Männer von der Abnahme der Knochendichte (Osteoporose) betroffen. Dies führt dazu, daß die Knochen Mineralstoffe verlieren oder allmählich dünner und zerbrechlicher werden.

Obgleich die Osteoporose bei älteren Personen auftritt, beginnt die Vorbeugung früh im Leben.

Kann man Osteoporose verhindern?

Ja. Richtige Ernährung und Bewegung können sie verhindern.

  • Calciumreiche Kost wie Milchprodukte und Joghurt sind ideal.
  • Für den Knochenstoffwechsel sind jedoch auch Ma­gnesium, Vitamin A, C und D von entscheidender Bedeutung.
  • Es sollten auch Nahrungsmittel konsumiert werden, welche reich an Bor sind (z. B. Soja, Rosinen, Pflaumen, Nüsse), ein Spurenelement, welches die Östrogenproduktion im Körper stimuliert und das Calcium in den Knochen zurückhält.
  • Phosphorarme Diäten (Fleisch, verarbeitete Lebensmittel, Colagetränke) stören die Kno­chenbildung und erhöhen die Calciumverluste.

Tipps:

  •  Wenig Fleisch (höchstens zweimal die Woche).
  • Viel Gemüse, Obst, Sojagerichte sowie Nüsse (reich an Antioxidantien)
  • 0,5 Liter Milch oder entsprechende Milchprodukte pro Tag (reich an Mineralien).
  • Der Alkoholkonsum sollte reduziert werden.
  • Das Rauchen sollte aufgegeben werden.
  • Bewegung! Zuviel Schonung führt zu Muskelabbau. Tägliche körperliche Betätigung kann die Knochendichte erhöhen.

Selbst durch eine vielseitige Ernährung wird der Bedarf des Körpers an Vitaminen, Minera­lien und Spurenelementen im allgemeinen nicht gedeckt. Eine 1996 in Deutschland durchge­führte Untersuchung wies nach, daß sich der Gehalt unserer Nahrung an Vitaminen, Minera­lien und Spurenelementen in der Zeit von 1985 bis 1996 drastisch reduziert hat. Der Gehalt an Vitamin C in Äpfeln hat sich um 80 %, der von Calcium in Brokkoli um 68 %, der von Fol­säure um 52 %, der von Magnesium um 35 % reduziert. Die Studie zeigt, daß wir selbst mit sehr guter Ernährung nur noch 80 % des Minimalbedarfs an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen erhalten. Die Anzahl der Studien zur Erklärung der vorbeugenden und hei­lenden Eigenschaften von Vitaminen und Spurenelementen nimmt fast täglich zu. Der größte Vitaminkiller ist der Streß. Zahlreiche Studien beweisen, daß durch Mineralien und Vitamine der Knochenaufbau gefördert wird.

Nährstoffempfehlungen bei Osteoporose:

Vitamin-B-Komplex: Vitamine aus der Gruppe B bilden Coenzyme, die zur Erzeu­gung von Energie erforderlich sind. Sie sind auch wichtig für die Gesunderhaltung der Ner­ven, der Haut, des Muskeltonus und der Muskelkoordinierung.

Vitamin C wird für die Proteinsynthese in den Knochen benötigt. Bereits ein geringfügiger Mangel kann zu einem Knochenverlust beitragen. Es schützt vor freien Radikalen und ist von entscheidender Bedeutung für den Kollagen- und Muskelstoffwechsel.

Vitamin E und Selen sind wichtige Antioxidantien, welche freie Radikale abfangen und die Zellen und Gewebe schützen. Sie verhindern einen Muskelschwund.

Calcium hat eine entscheidende Bedeutung für gesunde Muskelfunktionen, gesunde Zähne und Knochen.

Phosphor ist wichtig für starke und widerstandsfähige Knochen, für schnellere Heilung bei Knochenbrüchen und Osteoporose.

Magnesium aktiviert Enzyme, welche für die Knochenbildung unerläßlich sind. Es spielt eine entscheidende Rolle bei der Energiefreisetzung und bei den Muskelfunktionen.

Fibromyalgie

Fibromyalgie

Hierbei handelt es sich um eine chronische, nichtentzündliche rheumatische Erkrankung, die vor allen Dingen die Weichteile, insbesondere den Übergang von Muskeln zu Sehnen betrifft. Bei der Fibromyalgie schmerzen viele Muskeln, häufig und scheinbar ohne Grund. Abgesehen von den Schmerzen fühlt sich die Mehrzahl der Patienten bedrückt, depressiv, klagt über Schlafstörungen, Erschöpfung, Kreislauf- und Magen-Darm-Beschwerden sowie viele andere Symptome.

Neben den schulmedizinischen Therapien mit Analgetika und Antidepressiva werden zuneh­mend Naturheilverfahren eingesetzt. Es liegen zahlreiche Studien vor, die eine Besserung der Beschwerden durch Akupunktur und hochdosierte Vitamin C Infusionen belegen.

Was kann man tun?

  1. Streß abbauen. Dies ist wichtig, um den Körper zu entspannen und Kraft zu schöpfen. Falls der Patient mit Streß nicht alleine fertig wird, empfehlen wir autogenes Training.
  2. Bewegungstherapie. Zuviel Schonung führt zu Muskelabbau und einer Überbeanspru­chung der verbliebenen Muskelgruppen. Geeignete Sportarten sind Gehen, Laufen, Schwimmen, Fahrrad fahren. Sie müssen nicht in kurzer Zeit zur Höchstform gelangen. Alle übertriebenen, gewaltsamen Versuche führen zu Enttäuschungen und steigern die Ver­spannung.
  3. Schlaf. Früh ins Bett gehen und wenn Sie müde sind. Viel ruhen, damit der Körper sich erholen kann.

Ernährung:

  • Wenig Fleisch (höchstens zweimal die Woche).
  • Viel Fisch (mindestens zweimal die Woche).
  • Viel Gemüse, Obst und Sojagerichte (reich an Antioxidantien).
  • Nur hochwertige Pflanzenöle verwenden (ungesättigte Fettsäuren).
  • 0,5 Liter Milch oder entsprechende Milchprodukte pro Tag (reich an Mineralien).
  • Alkohol meiden, da er die Bildung von Oxidantien fördert.
  • Viel trinken, bevorzugt Mineralwasser und Tee. Insbesondere grüner Tee ist reich an An­tioxidantien.

Viele Patienten mit einer Fibromyalgie leiden unter einer Hypoglykämie (Unterzuckerung). Essen Sie keine Fertiggerichte, keinen Zucker, meiden Sie raffinierte Kohlenhydrate wie z. B. Weißmehl, bevorzugen Sie die komplexen Kohlenhydrate wie Vollkornprodukte.

Selbst durch eine vielseitige Ernährung wird der Bedarf des Körpers an Vitaminen, Minera­lien und Spurenelementen im allgemeinen nicht gedeckt. Eine 1996 in Deutschland durchge­führte Untersuchung wies nach, daß sich der Gehalt unserer Nahrung an Vitaminen, Minera­lien und Spurenelementen in der Zeit von 1985 bis 1996 drastisch reduziert hat. Der Gehalt an Vitamin C in Äpfeln hat sich um 80 %, der von Calcium in Brokkoli um 68 %, der von Fol­säure um 52 %, der von Magnesium um 35 % reduziert. Die Studie zeigt, daß wir selbst mit sehr guter Ernährung nur noch 80 % des Minimalbedarfs an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen erhalten. Die Anzahl der Studien zur Erklärung der vorbeugenden und hei­lenden Eigenschaften von Vitaminen nimmt fast täglich zu. Der größte Vitaminkiller ist der Streß. Patienten mit Fibromyalgie ernähren sich oft nicht ausreichend mit Vitalstoffen. Diese sind jedoch für die Patienten wichtig, um den Energiestoffwechsel zu stimulieren. Als Schmerzursache spielt oftmals die Entzündung eine entscheidende Rolle. Hierbei kommt es zur verstärkten Freisetzung von Radikalen, die körpereigene Strukturen angreifen. Radikale sind sehr kurzlebige Substanzen, die jedoch großen Schaden an Eiweißstoffen, Zellwänden und im Erbgut anrichten können. Die Antioxidantien wie z. B. Vitamin C, Vitamin E und Se­len fangen diese freien Radikale ab und schützen den Organismus. Die Energie und die Schmerzsymptomatik können durch geeignete Vitamine und Spurenelemente gebessert wer­den.

Vitamin-B-Komplex: Vitamine aus der Gruppe B bestehen aus Coenzymen, die zur Erzeu­gung von Energie erforderlich sind und gegen Depressionen und Angstzustände helfen. Sie sind auch wichtig für die Gesunderhaltung der Nerven, der Haut, des Muskeltonus.

Magnesium spielt eine entscheidende Rolle für die Energiefreisetzung, die Nerven- und Muskelfunktionen. Auch Depressionen und Muskelschwäche werden positiv beeinflußt.

Vitamin C schützt gegen freie Radikale, ist wichtig für den Knochen-, den Kollagen- und den Muskelstoffwechsel.

Vitamin E ist ein wichtiges Antioxidans, welches freie Radikale abfängt und die Zellen und Gewebe schützt.

Weitere wichtige Substanzen für den Muskel- und Knochenapparat sind die Betacarotine, Vitamin D3, Selen, Calcium, die Flavonoide.

Einige Studien haben gezeigt, daß durch die zusätzliche Gabe von Coenzym Q10 zahlreiche Patienten eine zunehmende Energie angeben. Q10 ist der Zündstoff, der die Zellen zu opti­maler Funktion anregt. Er ist für die Energiegewinnung in den Mitochondrien, die in unseren Zellen die Kraftwerke sind, mitverantwort­lich.

Positive Untersuchungen liegen auch zu Glucosamin und Chondroitinsulfat vor.

Glucosamin regt die Knorpelregeneration, die Bildung von Knorpelstoffen an, hemmt die Freisetzung der knorpelschädigenden Substanzen und normalisiert den Stoffwechsel im Ge­lenk.

Chondroitinsulfat speichert Wasser und ermöglicht dem Knorpel Stoßdämpfereigenschaften, die Nährstoffversorgung wird verbessert.

Weihrauch und MSM (Methylsulfonylmethan) wirken schmerzlindernd und entzündungs­hemmend sowie muskelentspannend.

Schwangerschaft

Schwangerschaft

Eine Frau hat zu keinem anderen Zeitpunkt in ihrem Leben einen höheren Nährstoffbedarf als während der Schwangerschaft.

Nährstoffe und Sauerstoff aus der Blutbahn der Mutter gelangen über die Plazenta zum Fötus. Der tägliche Bedarf an Vitamin D ist während der Schwangerschaft mehr als doppelt so hoch wie sonst. Die Schwangerschaft treibt den Bedarf an B-Vitaminen regelrecht in die Höhe. Weil der Fötus z. B. die Vitamin-B6-Reserven der Mutter geradezu auslaugt, werden diese zwischen dem vierten und achten Schwangerschaftsmonat, wenn der Fötus am schnellsten wächst, zusehends abgebaut, was bei vielen Schwangeren zu Zeichen eines Vitamin-B6-Man­gels führt. Während einer Schwangerschaft werden etwa 30 – 40 g Calcium an den Fötus wei­tergegeben.

Auswirkungen eines Mangels an Mikronährstoffen in der Schwangerschaft:

Nährstoff

Auswirkungen auf die   Mutter

Auswirkungen auf den Fötus   bzw. den Säugling

Eisen
  •   Anämie
  •   niedriges Geburtsgewicht
  •   erhöhte Kindersterblichkeit
Folsäure
  •   Anämie
  •   niedriges Geburtsgewicht
  •   Geburtsfehler
Jod
  • Beeinträchtigung der Schild­drüsenfunktion
  • schwerwiegende geistige und motorische Entwick­lungs­störungen
Calcium
  • durch Bluthochdruck be­ding­te Schwangerschafts­stö­rungen
  • verminderte Knochendich­te
  • beeinträchtigte Entwick­lung von Knochen und Zäh­nen
Magnesium
  • durch Bluthochdruck be­ding­te Schwangerschafts­stö­rungen
  • Frühgeburt
Vitamin A
  •   Anämie
  •   niedriges Geburtsgewicht
Vitamin B1 (Thiamin)
  •   Herzfehler
Vitamin B6
  • durch Bluthochdruck be­ding­te Schwangerschafts­stö­rungen
Vitamin D
  • erhöhtes Risiko einer Osteo­porose
  • beeinträchtigte Ent­wick­lung von Knochen und Zäh­nen
Vitamin E
  •   erhöhte Infektgefahr
  •   Geburtsfehler
  •   spontaner Abort
Zink
  •   erhöhte Infektgefahr
  •   Geburtsfehler
  •   Frühgeburt

Ernährungsempfehlungen: 

  • Viel Gemüse (reich an Vitaminen und Antioxidantien).
  • Mindestens 0,5 Liter Milch oder entsprechende Milchprodukte pro Tag (reich an Mine­ralien).
  • Meiden Sie raffinierte Kohlenhydrate (z. B. Weißbrot, Kartoffelpüree) und Nahrungs­mittel, die ohne Mikronährstoffe sind.
  • Meiden Sie Nahrungsmittelzusätze.
  • Schränken Sie den Koffeinkonsum ein.
  • Verzichten Sie auf Nikotin und Alkohol.
Diabetes mellitus

Diabetes mellitus

Diabetes mellitus ist eine chronische Erkrankung, die durch einen erhöhten Blutzucker cha­rakterisiert ist. Etwa vier Millionen Deutsche leiden daran. Blutzucker (Glucose) kann nicht in die Zellen eintreten und als Energielieferant verwendet werden, da das Hormon Insulin unge­nügend wirksam ist. Die Zuckermoleküle, die lange in der Blutbahn kreisen, gehen Verbin­dungen mit Eiweißen und Fetten ein, sogenannte AGEs (advanced glycation endproducts), und verkleben die Gefäße. Da Zucker nicht in die Zellen eintreten kann und sie trotzdem mit Energie versorgt werden müssen, werden die Fettreserven mobilisiert. Im Blut zirkulieren sehr hohe Fettmengen, welche zusammen mit dem hohen Glucosegehalt die Blutgefäße und Ner­ven schädigen. Über Jahre kommt es zu schweren Schädigungen der Gefäße, welche zu Erblindungen, Nierenversagen, Nervenentzündungen und Herzinfarkten führen können.

Wenn viele freie Radikale (hoch reaktive Teilchen, welche Zellen zerstören können) im Stoffwechsel vorhanden sind, wie z. B. bei einer ungesunden Ernährung oder bei Rauchern, bildet sich eine große Zahl dieser klebrigen AGEs. Bei Rauchern, die gleichzeitig Diabetes mellitus haben, verzwanzigfacht sich das Risiko für Herzinfarkte.

Was kann man tun?

Bewegungstherapie:

Zuviel Schonung führt zu Muskelabbau. Durch Bewegung wird der Ener­giestoffwechsel angeregt, die Insulinsensitivität nimmt zu, die Zuckerverbrennung nimmt zu.

Ernährung:

Durch eine Gewichtsreduktion können übergewichtige Diabetiker den Medikamentenbedarf reduzieren und ihren Blutzuckergehalt senken.

  • Essen Sie viel Obst, Gemüse und Sojagerichte (reich an Antioxidantien).
  • Essen Sie wenig raffinierte Kohlenhydrate wie Zucker, Weißbrot oder helle Mehlpro­dukte.
  • Nehmen Sie viele komplexe Kohlenhydrate wie Gemüse, Vollkornprodukte, faserreiche Kost zu sich.
  • Essen Sie wenig Fleisch, da es reich an gesättigten Fettsäuren ist.
  • Essen Sie viel Fisch (reich an Omega-Fettsäuren).
  • Verwenden Sie ungesättigte Fette wie Olivenöl, Erdnußöl, Sonnenblumenöl.
  • Viel trinken, bevorzugt Mineralwasser und Tee.
  • Verzichten Sie weitgehend auf Alkohol, insbesondere Bier ist sehr zuckerreich.

Nährstoffempfehlungen:

Vitamin C in Kombination mit Bioflavonoiden hilft den Blutzucker zu regulieren. Es ist ein wichtiges Antioxidans und schützt vor freien Radikalen, verhindert die Oxidation des gefähr­lichen LDL-Cholesterins, stärkt das Kollagen (Gerüst der Blutgefäße).

Vitamin E ist ein wichtiges Antioxidans und schützt vor freien Radikalen. Es hemmt die Blutgerinnung und schützt vor Verklumpung. Der Insulinbedarf kann gesenkt werden.

Chrom ist ein natürlicher Blutzuckerregulator und hilft den Blutzuckergehalt zu kontrollieren, den Insulin- und Medikamentenbedarf zu reduzieren.

Vitamin B Komplex: Nervenschädigungen (Neuropathien) können verhindert werden. B-Vitamine sind von entscheidender Bedeutung für den Energiestoffwechsel der Zellen.

Hierzu gehört auch die Folsäure, sie hemmt die Bildung des Homocysteins. Homocystein ist einer der Hauptrisikofaktoren für Gefäßverschlüsse.

Zink und Magnesium helfen den Blutzucker zu regulieren. Magnesium optimiert den Mine­ralstoffwechsel der Zellen, vermindert die Wandspannung der Blutgefäße und stabilisiert die Herzfunktion und den Herzrhythmus.


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